Ferdinand Magellan. Zeitgenössische Darstellung

FERDINAND MAGELLAN

Neben etlichen anderen Büchern die ich auf meiner Reise im Gepäck mitführe ist eine Beschreibung von Stefan Zweig, der versucht, die erste uns bekannte Weltumseglung – jene von Admiral Ferdinand Magellan – minutiös nachzuempfinden. Angereichert mit Auszügen von Magellans italienischem Chronisten Antonio Pigafetta aus Vincenza.

Was für eine Leistung, was für eine Tragik, diese Umrundung der Erde damals. Eine Reise, begonnen 1519 in Sevilla, mit der Absicht die Gewürzinseln der Molukken von Westen her zu finden. Zu einer Zeit, da noch immer Viele glaubten und die Kirche darauf pochte, die Erde sei eine Scheibe. Im ausgehenden Mittelalter war der portugiesische Entdecker Magellan mit einer Armada von fünf Schiffen und 237 Seeleuten unter spanischer Flagge loggesegelt, basierend auf wagen Berechnungen und Kartenmaterial, es gäbe noch einen anderen Weg als jenen um das Kap der Guten Hoffnung zum heutigen Indonesien. Trotz der damaligen falschen Annahme, Südamerika sei mit einem südlichen Kontinent verbunden, fand er die heute nach ihm benannte Magellanstrasse und durchquerte als erster Europäer den Pazifik, von dem man damals nur ahnte, daß es ihn geben mußte.

Aber zu was für einem Preis! Von der damaligen Mannschaft von 270 Seeleuten hatten lediglich 18 überlebt. Alle anderen waren Skorbut oder anderen Krankheiten zum Opfer gefallen, waren verhungert, desertiert, ertrunken, ermordet, gehängt, geköpft, getötet oder ausgesetzt worden. Auch Magellan war es nicht besser ergangen. Auf der philippinischen Insel Cebu wurde er in einem Gefecht mit Eingeborenen tödlich verletzt.

Wieviel einfacher ist doch das Reisen im Archipel heute, schießt es mir durch den Kopf, als wir Ende Juni in Fak Fak mit der Sabuk Nusantara 33 Richtung Sorong in See stechen!