Coast Guard Henkie Imanuel Parinussa

REISE INS UNGEWISSE

Tauchgang mit Coast Guard Henkie

Wie organisiert man eine Reise wie die Unsrige, wird sich der Leser fragen? Mir ging es genau so! Alle fünf oder sechs Tage ein neuer Ort. Wie kommt man von Hafen zu Hafen, von Insel zu Insel, was für eine Reiseroute einschlagen? Wo Essen, wo schlafen, auf was und wen das Augenmerk legen, was Tun und was Lassen? Wem sich anvertrauen, wem nicht? Inzwischen und nach dreimonatigem Unterwegssein hat sich die Antwort herauskristallisiert: Coast Guard (Küstenwache)!

Das Ganze hat eine seltsame Bewandtnis: Letzten Herbst war ich in Bogota in Kolumbien engagiert: Ausstellung und Vorlesung an der Uni. Auf dem Rückflug Zwischenstopp in Paris. Im Transitbereich treffe ich auf eine Anzahl Leute, die eine mir nicht unbekannte Sprache sprechen: Indonesisch! Es sind 22 Coast Guards aus ganz Indonesien auf dem Weg zur Weiterbildung nach Bremen. Wir tauschen Adressen aus und sechs Monate später betreten wir das Büro der Küstenwache in Ambon. Die Überraschung ist gross, das Gespräch kurz. „Ihr wollt nach Neu Guinea? Entweder in zwei Stunden oder in zwei Wochen!“ Wir sputen uns, zwei Stunden später stechen wir in See. Weiter geht die Reise.

 In Fak Fak wiederholen wir dasselbe. Der erste Besuch gilt der Küstenwache. Abermals ein herzliches Hallo. Der Eine, Henkie Imanuel Parinussa überlässt uns sein Motorrad, tagsdarauf bin ich von Zweien der Coast Guards zu einem Tauchgang eingeladen, die Abende verbringen wir bei gemeinsamen Nachtessen – bei gebratenem Fisch, Reis und Gemüse; wie jeden Tag, die letzten zwei Monate. Am Wochenende fahren wir auf zwei Motorrädern durch den überwältigenden Dschungel über 950m hohe Berge auf die andere Seite des Inselabschnittes nach Kokas Kota.

Wie wir allerdings von Fak Fak aus weiterkommen, darüber können bei Abschluss dieses Blogeintrages auch die Coast Guards keine Auskunft geben. Das wissen allenfalls die Götter.