Angeschwemmter Abfall in Bau Bau

Abfall im Meer

Rückblick: Auf der Überfahrt nach Tarasu wird eines Abends der Abfall im Meer und anderswo diskutiert. Hier in Indonesien gehört es dazu alles unnötig gewordene oder Abfall gedankenlos zu entsorgen. Im Auto, Bus, Zug, Schiff; alles was nicht mehr gebraucht, wird nicht in dafür vorgesehene Abfalleimer getragen, sondern der Einfachheit halber zum Fenster hinausgeworfen. Auch das Meer eignet sich bestens als Müllhalde. Für einen Schweizer oder Singapurianer ein undenkbarer und barbarischer Akt. Auf Yukris Pinisi allerdings weht ein anderer Wind. Vier Abfallkübel verpflichten die Matrosen dazu, Plastik, Flaschen, Papiere, Verpackungen, Zigarettenstummel und Anderes nicht ins Meer zu werfen.

Zwei Matrosen, Jon und Simon haben noch bis vor kurzem als Fischer gearbeitet und haben erst vor sechs Monaten ihre Tätigkeit gegen ihre Jetzige eingetauscht. Sie erzählen von ihren Nöten als Fischer ihr Leben zu fristen und ihre Familien zu ernähren. Was am meisten frappiert an ihrer Erzählung, daß Plastiksäcke und Petflaschen, die sich herrenlos an der Wasseroberfläche bewegen von kleineren Fischen und Fischschwärmen als große Fische wahrgenommen werden. Die Fische würden deshalb vor einer geglaubten Bedrohung ins offene Meer abwandern. Dort seien große Fischfangflotten unterwegs und würden in großem Stil das Meer ausfischen. Für Fischer mit ihren kleinen Perahus sei es zu gefährlich sich ins weite Meer hinauszuwagen um zu fischen. Dies hätte sie gezwungen ihren Beruf aufzugeben und sie wollten es jetzt als Seeleute versuchen.

Erschreckend, meint der nachdenkliche Kapitän Yukri, was sinnlos im Meer entsorgte Plastikteile für eine Kettenreaktion auslösen können. Von winzigen Plastikpartikeln, die übers Meer und den Fisch in die Nahrungskette gelangen einmal abgesehen!